Verlängert bis 31. Dezember 2026

Aktuelle Lage

Die Krebspest in der Brugga zwischen Kirchzarten und Oberried breitet sich weiter bachaufwärts aus. Das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald hat das Betretungs- und Nutzungsverbot für die gesamte Brugga erneut verlängert – aktuell bis 31.12.2026.

Aktuell wichtig

  • Brugga nicht betreten – auch nicht „nur kurz".
  • Hunde nicht ins Wasser lassen – nirgends im Gebiet.
  • Keine feuchte Ausrüstung von Gewässer zu Gewässer tragen.
  • Menschen freundlich ansprechen, erklären, nicht eskalieren.

Wo steht die Seuchenfront?

Das Monitoring des Regierungspräsidiums Freiburg zeigt: Die Front liegt derzeit etwa auf Höhe der Geroldstalstraße in Oberried – rund 300 Meter weiter bachaufwärts als im Jahr zuvor. Unabhängig von der Front bleibt das Seuchengeschehen in der gesamten Brugga aktiv.

Zastlerbach betroffen

Im Dezember 2024 wurde der Erreger erstmals auch im benachbarten Zastlerbach nachgewiesen. Das zeigt, wie hoch das Risiko einer Verschleppung in umliegende Krebsgewässer ist.

Strategie: Ausbrennen lassen

Krebssperren konnten die Ausbreitung nicht stoppen. Die Behörden begleiten den natürlichen Verlauf, bis keine neuen Wirte mehr gefunden werden – das Verbreitungsende der Art liegt rund 500 m oberhalb der aktuellen Front.

Geroldsbach geschützt

Der Brugga-Zufluss Geroldsbach wurde mit einer Krebssperre ausgestattet, um die dort lebenden Steinkrebse zu schützen. Trockenlegung von Verbindungsgewässern half ebenfalls.

Warum die Hoffnung bleibt

Endet das Seuchengeschehen, besteht die Chance auf Wiederbesiedlung aus nicht betroffenen Bereichen – etwa aus dem Oberrieder Bach. Das nächste Monitoring im Spätsommer/Herbst 2026 soll Gewissheit bringen.

Die nüchterne Bilanz

Laut Landwirtschaftsministerium (Mai 2025) ist der Hauptbestand des Dohlenkrebses in der Brugga erloschen. Landesweit schrumpften die bekannten Vorkommen 2012–2023 um 13–25 %. Deshalb zählt jetzt jedes noch gesunde Nebengewässer.

Details und Zeitverlauf: Chronik · Belegt durch offizielle Quellen.