Chronik der Krebspest in der Brugga

Vom ersten Ausbruch 2019 bis heute – der Verlauf nach den Meldungen des Regierungspräsidiums Freiburg und des Landratsamts Breisgau-Hochschwarzwald.

März 2019 · Ausbruch

Die Krebspest bricht im Bereich des Krebsgrabens im Ortsteil Neuhäuser (Kirchzarten) aus und verbreitet sich auch stromaufwärts in der Brugga.

Juli 2019 · Erste Allgemeinverfügung

Das Landratsamt erlässt am 26.07.2019 das erste Betretungs- und Nutzungsverbot – zunächst bis Ende 2019 befristet.

2019–2022 · Krebssperren

Naturschutzbehörden versuchen, die Ausbreitung bachaufwärts mit Krebssperren zu stoppen. Trotz erster Erfolge bleibt der Erreger im Krebsgraben und im Unterlauf aktiv und tötet nachrückende Dohlenkrebse.

September 2022 · Erneute Aktivität

Die Krebspest tritt wieder verstärkt auf; die Schutzmaßnahmen werden fortgesetzt und verlängert.

Dezember 2024 · Sprung in den Zastlerbach

Der Erreger wird erstmals auch im benachbarten Zastlerbach nachgewiesen – die Verschleppungsgefahr auf weitere Gewässer wird deutlich.

Mai 2025 · Dramatische Bilanz

Antwort des Landwirtschaftsministeriums auf eine Landtagsanfrage: Der Hauptbestand des Dohlenkrebses in der Brugga ist erloschen. Landesweit schrumpften die Vorkommen 2012–2023 um 13–25 %.

Dezember 2025 · Front erreicht Geroldstalstraße

Das jährliche Monitoring zeigt: Die Seuchenfront liegt auf Höhe der Geroldstalstraße in Oberried – rund 300 Meter weiter bachaufwärts als 2024. Verbot verlängert bis 30.06.2026.

Juli 2026 · Verbot bis Jahresende

Die Seuche breitet sich weiter schnell bachaufwärts aus. Die Allgemeinverfügung wird bis 31.12.2026 verlängert. Das nächste Monitoring im Spätsommer/Herbst 2026 soll zeigen, ob die Seuche abklingt und Wiederbesiedlung möglich wird.

Belege für alle Stationen findest du in den Quellen.