Chronik der Krebspest in der Brugga
Vom ersten Ausbruch 2019 bis heute – der Verlauf nach den Meldungen des Regierungspräsidiums Freiburg und des Landratsamts Breisgau-Hochschwarzwald.
Die Krebspest bricht im Bereich des Krebsgrabens im Ortsteil Neuhäuser (Kirchzarten) aus und verbreitet sich auch stromaufwärts in der Brugga.
Das Landratsamt erlässt am 26.07.2019 das erste Betretungs- und Nutzungsverbot – zunächst bis Ende 2019 befristet.
Naturschutzbehörden versuchen, die Ausbreitung bachaufwärts mit Krebssperren zu stoppen. Trotz erster Erfolge bleibt der Erreger im Krebsgraben und im Unterlauf aktiv und tötet nachrückende Dohlenkrebse.
Die Krebspest tritt wieder verstärkt auf; die Schutzmaßnahmen werden fortgesetzt und verlängert.
Der Erreger wird erstmals auch im benachbarten Zastlerbach nachgewiesen – die Verschleppungsgefahr auf weitere Gewässer wird deutlich.
Antwort des Landwirtschaftsministeriums auf eine Landtagsanfrage: Der Hauptbestand des Dohlenkrebses in der Brugga ist erloschen. Landesweit schrumpften die Vorkommen 2012–2023 um 13–25 %.
Das jährliche Monitoring zeigt: Die Seuchenfront liegt auf Höhe der Geroldstalstraße in Oberried – rund 300 Meter weiter bachaufwärts als 2024. Verbot verlängert bis 30.06.2026.
Die Seuche breitet sich weiter schnell bachaufwärts aus. Die Allgemeinverfügung wird bis 31.12.2026 verlängert. Das nächste Monitoring im Spätsommer/Herbst 2026 soll zeigen, ob die Seuche abklingt und Wiederbesiedlung möglich wird.
Belege für alle Stationen findest du in den Quellen.