Die Krebspest
Eine der tödlichsten Tierseuchen für heimische Flusskrebse – eingeschleppt durch invasive nordamerikanische Krebsarten.
Was ist das?
Krebspest wird durch den pilzähnlichen Erreger Aphanomyces astaci verursacht. Für Menschen ist er ungefährlich – für europäische Flusskrebse verläuft die Krankheit fast immer tödlich.
Wie wird sie verschleppt?
Über Wasser und feuchte Gegenstände: Schuhe, Stiefel, Kescher, Angelgerät, Boote, SUPs, Hunde, Fell, Pfoten und Material aus dem Bach. Auch invasive Krebsarten tragen den Erreger weiter.
Warum reicht „nur kurz" schon?
Sporen sind nicht sichtbar und überleben in feuchtem Material. Ein kurzer Kontakt kann reichen, damit nasse Ausrüstung später an einem anderen Bach zum Risiko wird – deshalb gilt das Betretungsverbot ohne Ausnahme.
Wann endet sie?
Die Behörden lassen die Seuche kontrolliert „ausbrennen": Findet der Erreger über Tage bis Wochen keine neuen Wirte mehr, kann der Bach seuchenfrei werden – die Voraussetzung für eine Wiederbesiedlung.
Was jeder tun kann
Nicht in die Brugga steigen, Hunde draußen lassen, nasse Ausrüstung nicht zwischen Gewässern bewegen. Mehr dazu unter Regeln und Ausrüstung.